ECHO

Was man als Ergebnis redaktioneller Bemühungen so liest und hört. Rezensionen von "echten" LeserInnen sind uns übrigens willkommen. 

Die Frage nach Design oder Nichtsein Westdeutsche Allgemeine Zeitung - 27.05.2002

Die Mappe mit Belegen der eigenen Kunst wird zur Eintrittskarte für ein Studium - oder eben nicht

„Es begann, wie wahrscheinlich bei vielen, im Keller mit Großvaters Ölfarben“, schreibt ein junger Student als er aufgefordert wird, ein paar druckreife Zeilen für den Bildband „Mythos Mappe“ zu notieren. Essen, Köln oder Düsseldorf: Stätten, die die Aspiranten bestens kennen. Zu Tausenden strömen sie zum großen „Mappenlotto“, wie die Bielefelder das kritische Auswahlverfahren für die Fahrkarte ins Designstudium nennen. Einige hundert sind es an jeder Fachhochschule. In Köln 1400, in Essen und Aachen zwischen 600 und 1000 jedes Jahr. In Dortmund sieht es ähnlich aus, über 700 Bewerber stellen dort ihre Mappe der kritischen Professorenschar vor. Argwöhnisch beäugt, in wenigen Minuten beurteilt: Design oder Nichtsein. Schluss aus? Viele machen trotzdem weiter. Eine kleine Gruppe resigniert. Ein paar nehmen den Umweg.

…Die Mappe ist ein Ausschnitt, eine Momentaufnahme, mehr nicht. „Trotzdem muss es sie geben, als Entscheidungshilfe“, verteidigt Prof. Peter Zec, Leiter des Designzentrums NRW, diese Selektionsmethode. Sie sage viel aus über die Fähigkeiten, wie sich jemand einer kreativen Aufgabe nähert. Wie genau er beobachtet, welche Linienführung er hat. „Grundlagen, die im Studium in dieser Tiefe nicht mehr erlernt werden“, so Zec.

Das Designstudium ist in. Die Nachfrage an den Hochschulen nach Studienplätzen bleibt hoch. Hunderte … buhlen um etwa 70 Plätze je Fakultät. Oft werden mehr angenommen als Plätze vorgesehen waren. In Aachen sind die Kapazitätsgrenzen erreicht. … Wo von offizieller Seite keine Grenzen gezogen werden, müssen die Fachhochschulen selber sehen, wie sie mit der Bewerberflut zurecht kommen. Was bleibt, sind viele Fragen. Beantworten will sie jetzt erstmals der Bildband „Mythos Mappe“. Auf über 200 Seiten zeigen die Herausgeber Volker Pecher und Uli Böckmann aberhunderte von Arbeiten aus erfolgreichen Mappen. Studenten erzählen ihren Werdegang, renommierte Designer und Professoren geben Tipps, die sonst nur im persönlichen Gespräch zu entlocken sind.

Prof. Zec begrüßt ein solches Buch, sofern es als Orientierungshilfe taugt. Den Blick in die sonst vor der Öffentlichkeit verschlossenen Design-Mappen gibt der Band allemal frei.

Erfolgreich bewerben Page - 07. 2002

Endlich wird eine fundamentale Frage beantwortet, mit der sich jedes Jahr rund 60.000 junge Leute beschäftigen: Wie muss eine Mappe aussehen, mit der man einen Studienplatz im Fachbereich Design ergattert? Ein neues Buch gewährt nun Einblicke in 50 Bewerbungsmappen aus den Bereichen Kommunikations-, Produkt-, Industrie-, Mode- und Fotodesign.

So kann man nicht nur begutachten, welche der Arbeiten bei den Auswahlgremien ankommen, sondern erfährt in kurzen Texten der Studenten, wie das Aufnahmeverfahren an ihrer Hochschule ablief und wie sie sich darauf vorbereiteten. Außerdem geben in der Einleitung Professoren und Designer aufschlussreiche Einschätzungen zum Thema ab. Kurz, der Mythos Mappe wird entzaubert, und die Aspiranten finden hier die Basis für eine realis´tische Selbsteinschätzung.

Page – Digitale Gestaltung und Medienproduktion / Nr. 07.02 2002

Missverständnis Mappe form - Nr. 184 Juli/August 2002

Den Herren Pecher und Böckmann sei Dank. Schon allein dafür, dass sie allen potenziellen Bewerbern der diversen Design-Studiengänge schonungslos klar machen, dass es nicht ausreicht, ein paar Zeichnungen zusammenzuraffen, um sich damit auf einen der raren Studienplätze zu bewerben. ...Hier hilft dieses Buch. Anhand von kurzen Stellungnahmen diverser Hochschullehrer, Erfahrungsberichten von Bewerbern und insgesamt 50 erfolgreichen Mappen belegen die Autoren, worauf es vor allem ankommt: auf künstlerische Eigenständigkeit, auf ein, wenn auch nur rudimentär durchscheinendes Selbstverständnis und eine gewisse handwerkliche Fähigkeit. Das aber lässt sich kaum en passant abrufen. Eine solch komplexe Selbstdarstellung, noch dazu auf einen Katalog weniger Arbeitsbeispiele übertragen, muss über Monate, wenn nicht sogar über ein, zwei Jahre erarbeitet werden. Auch dies macht das Buch zu einer wertvollen Hilfe: Die Legenden zu den Mappenbeispielen geben nicht nur Auskunft über das jeweilige Institut, die Studienrichtung, das durchschnittliche Alter der Studenten und das Aufnahmeverfahren, sondern eben auch über die Vorbereitung. …Eines jedenfalls gelingt den Autoren überzeugend: Das Missverständnis Mappe wird umfassend aufgeklärt. Wer nach der Lektüre dieses Kompendiums immer noch glaubt, die Mappe sei ausschließlich ein Transportbehältnis, der sollte sich gleich bei der Post bewerben.

form – Zeitschrift für Gestaltung / Nr. 184 Juli/August 2002

Mythos Mappe – Designstudenten zeigen ihre Bewerbungsmappen Fotoinfo - August 2002

Jahr für Jahr versuchen ca. 60.000 junge Menschen einen Studienplatz im Fachbereich Design zu ergattern. Damit gehört dieser Studiengang zu den beliebtesten und am stärksten nachgefragten in Deutschland. Rund 80 Universitäten, Fachhoch- und Hochschulen bieten ein Studium in den Fachbereichen Grafik-, Kommunikations-, Foto-, Industrie-, Textil- oder auch Modedesign an, doch übersteigt die Zahl der Bewerber die vorhandenen Plätze bei weitem. So bewarben sich beispielsweise im vergangenen Jahr an der Universität Köln rund 1.400 Aspiranten für einen der 70 zu vergebenden Plätze. Ähnlich groß ist der Konkurrenzkampf an anderen Hochschulen.
Nun ist nicht jeder, der Design studieren will, auch dafür geeignet. Für die Vergabe der Studienplätze wird deshalb kein Notendurchschnitt zugrunde gelegt, vielmehr muss jeder Bewerber sein künstlerisch-gestalterisches Talent unter Beweis stellen.

So unterschiedlich die Aufnahmeverfahren an den einzelnen Fakultäten dabei im Detail auch sein mögen, die erste Hürde für die Studienwilligen ist an allen Fakultäten die gleiche: Sie müssen eine Mappe mit individuellen Arbeiten abliefern.

Dabei erhalten sie in der Regel keine wirklich konkreten Hilfestellungen oder Vorgaben. Sie sind sich mehr oder weniger selbst überlassen, weshalb nun ein anstrengender, über viele Monate währender Orientierungslauf beginnt. Man besucht Ausstellungen und wälzt Bildbände anerkannter Meister, versucht an einem der heiß umkämpften Mappenberatungstermine teilnehmen zu können oder in Gesprächen mit Designstudenten und Künstlern die Erleuchtung zu finden - wenn man welche kennt.

Mit Abstand am begehrtesten ist jedoch der Blick in erfolgreiche Bewerbungsmappen, die Mappen derjenigen also, die die Aufnahmeprüfung bereits bewältigt haben. 'Mythos Mappe' gewährt diesen Einblick. In dem großformatigen Buch werden auf 228 Seiten die Arbeiten aus insgesamt 50 erfolgreichen Bewerbungsmappen gezeigt, womit 'Mythos Mappe' eine außerordentlich umfangreiche Dokumentation von rund 2.000 Abbildungen liefert.

Jeder Aspirant hat die nie dagewesene Möglichkeit, seine Fähigkeiten einem realen Vergleich zu unterziehen. So findet er in 'Mythos Mappe' die Antworten auf die beiden Fragen, die ihn in dieser schwierigen Lebensphase am meisten beschäftigen:

  • Wie gut bin ich wirklich?
  • Wie gut muß ich sein?

In einem redaktionellen Teil liefern renommierte Professoren aus den einschlägigen Fachbereichen sowie gestandene Designer interessante Statements zum Thema.

Auf der Internetseite 'Mythos-Mappe' wurde ein Forum eingerichtet, in dem sich Interessierte austauschen können.

Fotoinfo / August 2002 / www.fotoinfo.de

Mythos Mappe Photonews - Nr.6 2002

Das Anfertigen einer Bewerbungsmappe ist für Anwerber künstlerisch-gestalterischer Studiengänge oft ein Riesenunterfangen. Immer mehr Privatschulen und Mappenvorbereitungskurse bieten hierfür ihre Dienste an. Wer sich informieren möchte, welche Mappen erfolgreich waren, kann dies mit der Neuerscheinung „Mythos Mappe“ tun. Auf 228 Seiten werden 50 Mappen für Designstudiengänge (u.a. Fotografie, Mode, Produkt, Grafik, Kommunikation) vorgestellt. Texte von Professoren, Designern, Künstlern und Studierenden bieten ergänzend vielfältige Informationen, die sicher helfen können, manch Mißverständnis zu vermeiden. Die Herausgeber Volker Pecher und Uli Böckmann haben außerdem im Internet unter www.mythos-mappe.de ein Forum eingerichtet, das dem Austausch potenzieller Bewerber dient und aus dem im kommenden Jahr ein zweiter Band hervorgehen soll.

Photonews – Zeitung für Fotografie / Nr.6 2002

So sehen Bewerbungsmappen aus! Einstieg - Nr. 3-02

Jahr für Jahr versuchen rund 60.000 junge Menschen, einen Studienplatz im Fachbereich Design zu ergattern. Nun ist nicht jeder, der Design studieren will, auch dafür geeignet. Für die Vergabe der Studienplätze wird deshalb kein Notendurchschnitt zugrunde gelegt, vielmehr muss jeder Bewerber sein künstlerisch-gestalterisches Talent unter Beweis stellen und eine Mappe mit individuellen Arbeiten abliefern.

Doch wie so eine Mappe auszusehen hat, weiß niemand so genau. Am meisten versprechen sich die angehenden Studenten noch vom Einblick in die Mappen derer, die die Aufnahmeprüfung bereits positiv bewältigt haben. „Mythos Mappe“ gewährt diesen Einblick. In dem großformatigen Buch werden auf 228 Seiten die Arbeiten aus insgesamt 50 erfolgreichen Bewerbungsmappen vorgestellt. So findet jeder in „Mythos Mappe“ die Antworten auf die beiden Fragen, die ihn in dieser schwierigen Lebensphase am meisten beschäftigen: Wie gut bin ich wirklich? Wie gut muss ich sein?

Einstieg – Zeitschrift für Ausbildung, Studium und Beruf / Nr. 3-02

Mythos Mappe - Mythos Eignungsprüfung fm4 - Österreich - 27.11.2002

Wahrscheinlich kennt jeder von uns eine oder einen, der irgendwann an einer Mappe für sein Studium gearbeitet hat. Ein langes Unterfangen, das nur allzu oft in harter Ernüchterung endet. Was soll man zeichnen und warum? Was darf auf keinen Fall in die Mappe und was kann nicht schaden? Schwierige Fragen...

Dass das Zusammenstellen einer Mappe ein enormer Aufwand ist, hat die Essener Werbeagentur Pecher und Böckmann bei ihren Praktikanten bemerkt. Daher kam die Idee, ein Buch als Hilfe anzubieten: "Mythos Mappe. Designstudenten zeigen ihre Bewerbungsmappen."

Mythos Mappe
Endlich erfährt man von einigen Professoren, worauf sie bei einer Mappe schauen bzw. nach welchen Kriterien sie beurteilen; man erfährt von Designern, wie das damals mit ihrer Mappe war, und vor allem kann man fünfzig Mappen aus unterschiedlichsten Studienrichtungen in aller Ruhe begutachten. Zu diesen Mappen gibt es jeweils kurze Erklärungen und Tipps der Studenten. Tipps und diverse Informationen bietet außerdem das Forum www.mythos-mappe.de

Mythos Eignungsprüfung
Das Projekt Mythos Eignungsprüfung soll Universitäten und Akademien in ganz Europa beschreiben. Dabei geht's um Prüfungsfragen, Hausarbeiten, verschiedene Strategieen oder nützliche Informationen. Zusätzlich soll es in dem Buch einen ausführlichen Serviceteil geben, der über verschiedenste Studienangebote und diverse Anforderungsprofile informiert. Gesucht sind also Studierende aus Österreich, die ihre Mappe zeigen und über ihre Erfahrungen der bestandenen Eignungsprüfung erzählen wollen (alles andere würde den Bogen wohl überspannen).

Und wie geht das?
Interessierte melden sich bis 15. Dezember via Mail bei Joachim Naboreit [info@naboreit.de], dem Projektleiter. Er wird dann Kontakt mit der jeweiligen Akademie oder Universität aufnehmen. Sind die bereit, ihren Prüfungsmodus bekannt zu geben, muss der Studierende seine Mappe einsenden und vor allem noch mal in seinen Erinnerungen schwelgen. Denn gewünscht ist ein Erfahrungsbericht in eigenen Worten. Also wie man "damals" die Eignungsprüfung erlebt hat (inklusive natürlich möglicher Tipps und Strategien...)

Tja, und wenn alles gut geht, ist das Buch ab Ende Februar 2003 erhältlich.

Mythos Beruf
Dennoch sollte eines natürlich klar sein - nach Mythos Mappe und Mythos Eignungsprüfung folgt nicht zwangsläufig Mythos Beruf...

Vielmehr sollte es für Designer vielleicht Mythos Jobsuche oder Mythos Jobwechsel geben. Nichtsdestotrotz kann "Mythos Mappe" und "Mythos Eignungsprüfung" eine mögliche Hilfe für (Design)-Studierende sein.
Und weil wir die Hilfe natürlich gerne auch an euch weitergeben, verlosen wir drei Exemplare von Mythos Mappe. Schickt uns bis spätestens 30.11. 2002 ein Mail an [game.fm4@orf.at] (Name und Telefonnummer nicht
vergessen!) mit einer überzeugenden Begründung, warum ihr dieses Buch gerne hättet. (Zita Bereuter)

fm4, orf, Österreich - 27.11.2002 http://fm4.orf.at/connected/main?tmp=14767&start=61

In den meisten Studiengängen.... Die Zeit - 5. Dezember 2002 Nr. 50

...muss man erst jahrelang büffeln und dann bei der Abschlussprüfung zeigen, was man gelernt hat. Beim Designstudium ist die Reihenfolge umgekehrt; Interessenten müssen erst ihr Können unter Beweis stellen, dann dürfen sie studieren: Anhand der eingereichten Mappen entscheiden die Hochschulen, wer das Zeug zum Studium hat und wer nur zum Malen-nach-Zahlen. Monatelang sitzen die Bewerber oft an ihren Arbeiten - um dann Absagen zu erhalten und sich zu fragen: Sollten meine Werke tatsächlich lieber nur in Papas Büro hängen? Oder war es bloß die falsche Mappe an der falschen Hochschule zur falschen Zeit? Was die Aufnahmegremien wirklich erwarten, ist den meisten Studienwilligen ein Rätsel. Der Band Mythos Mappe verschafft hier etwas mehr Klarheit. Rund 2000 Arbeiten aus 50 erfolgreichen Mappen sollen Interessenten als Orientierungshilfe dienen; daneben geben Professoren und Designer Tipps für die Bewerbung. Wichtig ist, so deren Credo, dass ein Bewerber nicht nur sein Handwerk beherrscht. Er muss auch etwas zu sagen haben. Anders als viele glauben, komme es gar nicht so sehr darauf an, möglichst viele Themen und Techniken zu präsentieren. Viele der Studenten, deren Arbeiten in Mythos Mappe abgedruckt sind, haben dann auch nicht gleich nach dem Abitur brave Zeichenübungen eingereicht, sondern erst mal eine Ausbildung oder Praktika absolviert und an ihrem Können, ihrer Mappe und ihrer Persönlichkeit gearbeitet. Nachzulesen sind nicht nur ihre, Werdegänge; Sie haben auch angegeben, wie das Aufnahmeverfahren an ihrer Hochschule verlief. Wer Fragen hat, kann sie außerdem per E-Mail kontaktieren. Eine konkrete Anleitung, wie eine Mappe mit guten Erfolgsaussichten nun genau auszusehen hat, kann das Buch nicht liefern - für Kreativität gibt es kein Rezept. Doch es hilft Bewerbern, ihre Fähigkeiten einzuordnen. Und es macht ihnen Mut, durchzuhalten, wenn das eigene Genie nicht gleich erkannt wird. Schließlich könnte jede Absage die letzte sein. miel

5. DEZEMBER 2002 DIE ZEIT Nr. 50

Was ist dran am 'Mythos Mappe' ?! Aim - März 2003

Essen - Eine Neuerscheinung bereitet auf das Design-Studium vor: Mythos Mappe, Designstudenten zeigen ihre Bewerbungsmappen, herausgegeben von Volker Pecher und Uli Böckmann, Klartext Verlagsgesellschaft, Essen, ISBN 3-89861-013-6

Vor das Designstudium haben die Hochschulen eine künstlerische Eignungsprüfung gesetzt. Der erste Prüfungsschritt: Vorlage einer Mappe mit eigenen Arbeiten. Viele Studieninteressierte scheitern an dieser Mappe, da sie nicht wissen, welche Leistungen von ihnen erwartet werden, wie sie die scheinbar diffusen Erwartungen unbekannter Professor/innen erfüllen sollen. Nur rund zehn Prozent der Bewerbungen sind erfolgreich und führen zu dem begehrten Studienplatz. "Vorgezogene Diplomprüfung" lautet dementsprechend die Kritik des Design-Studenten Christian Gebel. An Volkshochschulen und bei anderen Bildungsträgern werden inzwischen Mappenkurse angeboten, wo man in die Geheimnisse des Mysteriums Mappe eingeweiht wird und mit anderen Leidensgenossen trainieren kann, das "Richtige" vorzulegen.

Was aber ist die richtige Mappe? Dies ist Gegenstand der neuen Publikation.
In der Einführung kommen zunächst Hochschulprofessorinnen, Designer, Studierende zu Wort, die Mappenerfahrungen aus Sicht der Prüfer und der Bewerber schildern. Daraus lassen sich wichtige Informationen für die eigene Bewerbung ableiten: nicht die säuberliche Zeichnung aus dem Kunstunterricht in der Schule ist gefragt, sondern es sollen Arbeiten vorgelegt werden, die den eigenen kreativen Ansatz dokumentieren. Das können Zeichnungen, Collagen, Ölgemälde oder Fotographien sein. Entscheidend ist der originelle Blick, die Interesse weckende Präsentation.

So nennt Professor Jörg Hundertpfund (Potsdam) die Kriterien Originalität, Improvisationsfähigkeit und Abstraktionsfähigkeit. Und: "Wichtig sind Individuen, Persönlichkeiten mit eigenen Vorstellungen, die nicht mit einem Kopf voller Klischees und Abziehbilder ankommen, die zig andere genauso mitbringen", fordert Professorin Anna Berkenbusch aus Essen. Ihr Kollege, Professor Claudio Lazzeroni, mahnt zusätzlich Ernsthaftigkeit und Sorgfalt an: "Aspekte wie die richtige Dicke des Kartons, sauberes Aufziehen der Arbeiten, das sinnvolle Beschriften, ein Inhaltsverzeichnis beizulegen und dem Ganzen eine Dramaturgie zu verpassen, werden selten beachtet." Aufschlussreich auch der Dialog von Professor Klaus Hesse (Offenbach) mit den Bildern einer exemplarischen Mappe einer - übrigens abgelehnten - Bewerberin. Auch wenn man vielleicht nicht alle Beurteilungen teilen muss, kann man die Entscheidungsfindung nachvollziehen.

Studierende berichten, wie sie ihre Mappe erarbeitet haben. Als sehr hilfreich für den dem Arbeitsprozess wird der Kontakt mit anderen Bewerber/innen und mit fachlich versierten Betrachtern geschildert, die aus dem einsamen Ringen einen Dialog über den Ausdruck, die Suche nach der Form, dem eigenen Stil machen. "Was ich mir erst jetzt eingestehen kann ist, dass ich mich die weitaus meiste Zeit einfach nur davor drückte, für die Mappe zu arbeiten und das aufgrund eines einzigen, schlimmen blockierende Gedanken: Etwas auf ein weißes Blatt Papier zu bringen, das den Professoren gefällt und sie dazu bewegt, mich endlich an der Uni aufzunehmen", erzählt Sonja Kleffner, die vor ihrem Design-Studium ein Praktikum in einer Agentur absolvierte, "Dabei ging es doch eigentlich nicht um sie, sondern um meinen eigenen Stil, den ich finden sollte. Stundenlang saß ich so am Schreibtisch, auf dem Fußboden, bin durch die Gegend gefahren auf der Suche nach einer göttlichen Eingebung". Diese Blockade löste sich dann und es entstand ihr "Tag Traum Buch".

Die Beiträge durchzieht das Pro und Contra zu Mappenkursen, die Diskussion über Nutzen und Gefahren solcher Veranstaltungen. Der vehementen Ablehnung von Prof. Lazzeroni: "Finger davon" stehen Bewerber gegenüber, die offensichtlich vom Besuch solcher Kurse profitieren konnten. Einhellig wird jedoch die Empfehlung ausgesprochen, Mappenbesprechungen bei Hochschulen zu nutzen, um Leistungsniveau und die Anforderungen der einzelnen Hochschulen einschätzen zu lernen.

Der Theorie folgt die Praxis: Im zweiten, dem Haupt-Teil des Buches sind Bewerbungsarbeiten von fünfzig Student/innen dokumentiert. Man erfährt, wo sie sich erfolgreich(!) beworben haben, welche Vorkenntnisse sie mitbrachten. Von Grafikdesign über Modedesign bis zu Produktdesign sind vielfältige Design-Schwerpunkte vertreten. Das Buch wird so zum Bilderbogen der Bewerbungen, ist nicht nur informativ, sondern auch ästhetisch ansprechend. Die Vielfältigkeit der Gestaltungsideen wird augenscheinlich: Die Mutation eines Kartoffelstampfers zum Insekt, eine Foto-Collage zum Thema "Rasender Stillstand"...

Aufschlussreich ist die jeweilige Vorbereitung. Viele Studierende haben zuvor Praktika absolviert, Kurse besucht oder eine einschlägige Ausbildung abgeschlossen. Die Bewerbung direkt nach dem Abitur, "aus dem Stand", scheint nicht zu den erfolgversprechenden Wegen zu gehören. Ein wichtiger Hinweis für Studien-Interessierte, die sich fragen, wie sie sich auf das Studium vorbereiten können oder warum ihre Bewerbungen bisher gescheitert sind.

Fazit: Die richtige Mappe gibt es nicht, aber erfolgversprechendere Wege und solche, die eher in Sackgassen führen.

"Mythos Mappe" bietet einen guten Einstieg in die Bewerbung. Das Buch ist eine kleine Leistungsschau des Designnachwuchses und dokumentiert so das Niveau, mit dem sich Bewerber/innen vergleichen lassen müssen. "Mythos Mappe" hilft dabei, die eigene Strategie zu entwickeln und es macht Mut, der individuellen Kreativität zu folgen. Die Lektüre verspricht natürlich keine Erfolgsgarantie. Aber doch handfeste Anhaltspunkte und Einblicke, wie es andere geschafft haben, einen der gefragten Studienplätze zu bekommen. Und übrigens bereitet es durchaus Vergnügen, die Arbeiten des studierenden Nachwuchses anzusehen und sich an den vielfältigen Blickwinkeln zu erfreuen.(Anne Schulz)

aim - KoordinationsCentrum für Ausbildung in Medienberufen / März 2003 /www.aim-mia.de

MYTHOS MAPPE bei WDR3 Ein Interview mit Rene Spitz. mp3-File (4,2 MB)

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Leserbrief Léonie Kromm , 08 . Februar 2003

Wer glaubt schon an Zufälle?

Natürlich regnete es an diesem Tag, wie hätte es anders sein sollen. Himmel und Erde ertranken in Nässe. Grau kroch am Zaun entlang, nistete in den kahlen Sträuchern des Vorgartens und im Geflecht meiner bangen Vorahnungen.
Wäre der Tag heiter gewesen und damit das Gemütlichter - vielleicht wäre das alles gar nicht passiert.

So aber stand ich unruhig am Herd - wir erwarteten Abendgäste - und der Sohn, der Nachgeborene, stand unter Druck. Die Mappe, die mythische, hielt uns besetzt. Heute musste sie fertig werden - sie m u s s t e ! Nur noch der postalische Expressweg konnte sie termingerecht an ihren Bestimmungsort befördern. Die voraufgegangenen Tage waren voller überraschender Fragen, versteckter Aufforderungen, offener Bitten gewesen: "Woher bekommt man Styropor, etwa einen Zentimeter dick?"

"Haben wir irgendwo durchsichtige Klebefolie?" "Eigentlich möchte ich das nicht thematisch strukturieren!"

Ganz zum Schluss war ihm eine geniale Idee zugeflogen, sie musste noch umgesetzt werden - drei Tage vor dem Abgabetermin.
Und je flehentlicher mein Blick, meine Bitte um Eile, mein Drängen wurden, um so souveräner wurde der Sohn. "Reg dich nicht auf. Ich mache das schon!" Aber ich regte mich auf.

Heftig.

So heftig, dass mir unversehens beim Zubereiten der Nachspeise für den Abend ein Becher von der Arbeitsplatte rutschte - nicht weiter schlimm, es war nur ein Gemisch aus Rotwein, Pflaumensaft und Mondamin, das im Aufprall nicht nur den Fußboden, sondern sämtliche Küchenunterschränke bis in halbe Höhe musterte. Drei Putzgänge brauchte es, bis der Urzustand wieder hergestellt war. Und - unglaubwürdig, aber leider wahr: Kaum hatte ich mich wieder zur Ruhe gezwungen und dem Kochvorgang zugewandt, da kippte mir das geöffnete Mondaminpaket entgegen, puderte in durchsichtiger Wolke meine Küche und mich selbst ein und brachte mich an den Rand der Verzweiflung. Die Mappe war fast fertig.

Ich auch.

Gegen halb sechs am Abend - der Asphalt glänzte schwarz vor Nässe - übergab ich meinem Sohn meine Autoschlüssel und schickte ihn aufatmend auf den Weg zum Hauptpostamt in die nahe Stadt.

Auf dem Herd begann das Wasser für den Reis zu sieden, im Ofen garte der Chicoree-Auflauf, im Türschloss drehte sich ein Schlüssel. Der Sohn.
Seit seinem Weggang waren keine fünf Minuten vergangen. Nun stand er im Rahmen der Küchentür. Kreidebleich, völlig verstört, sehr unmittelbar fassungslos. "Mama ... ich habe die Mappe vom Autodach verloren!"

Bitte sehr.
So ist das Leben.
Mythos Mappe.

Wortlos drehte ich die Knöpfe der Herdplatten ab, schluckte beherrscht an meiner Panik, nahm dem Sohn die Schlüssel aus der Hand. Wortlos rannte ich zum Auto. Der nasse Asphalt spiegelte die einsamen Straßenlaternen. Schrittweise fuhren wir die Strecke ab bis fast zum Ortsende. Die Mappe hatte sich aufgelöst.

Unser beider Gedanken gingen gleiche Wege, vermute ich, suchten sich aber unterschiedliche Ventile.

Wortlos überdachte ich die Konsequenzen. Ein Jahr in den Wind geschrieben. Der Termin würde verstrichen sein.

Wortreich, wenn auch einförmig, gab der Sohn seinem Entsetzen Ausdruck: Noch nie habe ich das Wort aller Wörter, das instinktive, unanständige, über zehn Minuten hinweg derart oft geflüstert, geflucht, gestammelt, gehetzt, gedehnt, gestöhnt, gequält gehört.

Das Mutterherz blutete.
Bitte sehr.
So kann Leben sein. Mythos Mappe.

Auch der schrittweise Rückweg mit den angestrengten Blicken in die Vorgärten brachte die Mappe nicht zum Vorschein. Sie war vom Erdboden verschwunden. Die Anspannung saß zwischen den Schulterblättern, Entsetzen gefror in den Mundwinkeln, ich zerfloss in Mitleid mit dem Sohn.
Und dann war da die entferntere Nachbarin.

Ich wollte keinen Fremden sehen, als ich aus dem Auto stieg, zu sehr fürchtete ich unkontrollierte Tränen.

Aber:
Schon von weitem schien sie das Orchester unserer aufgewühlten Gefühle mit besänftigender Gestik dämpfen zu wollen, sie lächelte beruhigend, lachte, schüttelte den Kopf

Wer glaubt schon an Zufälle?
Ich.
Seit ein paar Tagen.
Es gibt sie.

Zufällig war die Gute, dem Himmel sei Dank, kurz nach dem Chaos-Sohn ins Dorf gefahren, zufällig fuhr sie nicht über die Mappe, sondern stoppte vorher, stieg aus und kontrollierte den Fund - ein Paket ohne Adresse, ohne Absender, beides hätte mit dem Vordruck der Expresspost aufgeklebt werden sollen. Zufällig ist sie eine besonnene, gewissenhafte Frau, die das flache Etwas mit nach Hause nahm, um es anderntags zum Fundbüro zu bringen.

Der Termin wäre verloren gewesen.

Zufällig beschloss sie, da das Packpapier eh bereits durchweicht war, den Inhalt zu prüfen, erkannte auf der Mappe den Namen des Sohnes, aber noch nicht die Tragweite ihres Fundes.

Sie kennt den Knaben seit Kindergartenzeiten, ist ihm geneigt wie nur Frauen kreativen, kopflosen, abstrusen kleinen Jungen geneigt sein können, und so beschloss sie, ihm anderntags gleich morgens die Mappe selbst in die Hand zu drücken.

Der Termin wäre verloren gewesen.

Zufällig aber plagten auch sie die nasse Schwärze und der Stress des Tages, sie griff kurzerhand nach dem Ding in der Überzeugung, ein paar Schritte frische Luft könnten gut tun.

Der Zufall also brachte es mit sich, dass die Mappe noch im letzten Moment der Post übergeben werden konnte - was spielte es für eine Rolle, dass zwei Fingernägel meiner rechten Hand dem erneuten Verpacken zum Opfer gefallen waren.

Kein Zufall jedoch war eine nette, kleine Tetanie, die mich am nächsten Tag überfiel. Ich hatte wohl zu lange das Atmen vergessen.

Léonie Kromm , 08 . Februar 2003

Buchtipp des Monats medienstudienfuehrer.de, Juli 2003

Der „Mythos Mappe“ wird gelüftet. Der „Mythos Mappe“?. Der Name lässt aufhorchen, das schreiende Orange des Covers sticht ins Auge. „Designstudenten zeigen ihre Bewerbungsmappen“ lautet der Untertitel des Buches, das bei der „Klartext Verlagsgesellschaft“ erschienen ist. So viele Bewerber wie für den Fachbereich Design gibt es nur selten. Der Grund dazu mag zum einen die geringe Zahl an Studienplätzen sein, zum anderen aber auch der Konkurrenzkampf, der um die Plätze entsteht. Jeder Bewerber muss eine Mappe einreichen und darin seine künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Keine leichte Aufgabe. Stellt sich doch die Frage, was eine gute Mappe ausmacht. Wie hoch ist das Niveau der angenommenen Arbeiten? Das wissen die wenigsten. Und hier kann das Buch helfen. Rund 2000 Arbeiten aus 50 erfolgreichen Bewerbermappen werden gezeigt. Neben den Erfahrungen dieser Studenten kommen auch Professoren und Designer zu Wort. Ein Professor der Universität Wuppertal beispielsweise beantwortet anhand eines Fragebogens, wie eine Mappe aussehen sollte. Insgesamt sind aber gerade mal 30 Seiten Text im Buch zu finden. Der restliche Platz ist den Bewerbungsmappen der jetzigen Studenten vorbehalten. Schon beim Durchblättern der gut 230 Seiten fällt die Vielseitigkeit der Mappen auf. Egal, ob es sich um den Studienschwerpunkt Grafikdesign, Fotografie oder Raum- und Objektdesign handelt. Die beiden Herausgeber Pecher und Böckmann haben fast keinen Teilaspekt außer Acht gelassen. Insgesamt elf Designbereiche sind mit Beispielen abgedeckt. Ob man nun Ideen sucht, seine Fähigkeiten abschätzen will oder vergleichen möchte. Dieses Buch bietet einen sehr guten Überblick für alle, die vorhaben, ein Designstudium zu beginnen. Vielleicht hilft diese Mappe dem einen oder anderen dann auch tatsächlich zum Erfolg bei der eigenen Bewerbung. Wer vorab schon einmal einen Blick auf die künstlerischen Inhalte des Buches werfen möchte, kann dies unter www.mythos-mappe.de machen. mehr Infos bei Amazon.de

medienstudienfuehrer.de, Juli 2003

Wie kommt man an einen der begehrten Plätze... Campus-web.de / Alexandra Binder / 09.07.2003

Wie kommt man an einen der begehrten Plätze für Gestaltungs- und Designstudiengänge?

Die erste Hürde auf diesem Weg ist das Erstellen einer Mappe mit eigenen Arbeiten, die man der Schule vorlegt. Hat dies Erfolg, wird man zu einer Eignungsprüfung eingeladen.

Es gibt verschiedene Wege, sich auf die Bewerbung vorzubereiten. Eine Möglichkeit sind Mappenkurse, in denen Techniken geübt werden und der Blick für gestalterisch Relevantes geschärft werden soll. Außerdem bieten Hochschulen Mappenbesprechungen an. Trotzdem fragen Bewerber oft, wie man sich darüber hinaus informieren kann. Auch die Agentur Pecher & Böckmann konnte ihren Praktikanten keine Literaturempfehlung geben und hat daraufhin selbst ein Buch zum Thema herausgebracht. Nachdem die Herausgeber Volker Pecher und Uli Böckmann sich bereits mit dem "Mythos Mappe" beschäftigt haben, erschien nun die Fortsetzung "Mythos Eignungsprüfung".

Hier finden Interessierte Erfahrungsberichte von Studenten, die an Prüfungen der Studiengänge Grafik-, Produkt-, Industrie-, Foto-, Medien- oder Kommunikationsdesign bzw. Mediengestaltung und Visuelle Kommunikation teilgenommen haben.

Einleitend äußern sich Dozenten und Designer zum Thema Eignungsprüfung, berichten über die Verfahren an ihren Designschulen und geben Tipps zur Bewerbung. Über 70 Eignungsprüfungen in Deutschland und dem Ausland werden von den Bewerbern ausführlich beschrieben. Sie schildern, wie die Prüfungssituation an ihrer Schule abgelaufen ist, welche Aufgaben gestellt wurden und wie sie sie umgesetzt haben. Dazu werden bei 25 Bewerbern, die in der Prüfungen entstandenen Arbeiten, vorher angefertigte Hausaufgaben und Teile der Mappe mit Bildern dokumentiert. Zusätzlich sind die E-Mail-Adressen aller im Buch vertretenen Bewerber angegeben, angehende Studenten können sich also auch direkt an sie wenden.

Die Prüfungen an den verschiedenen Designschulen werden sehr unterschiedlich beschrieben. Sie dauern von einem Tag bis zu einer Woche, an manchen Schulen wird einige Wochen vorher eine Hausaufgabe gestellt, die zur Prüfung mitgebracht und präsentiert wird. So soll der Bewerber zeigen, wie er eine bestimmte Aufgabe in einem vorgegebenen Zeitrahmen löst. Bei der Prüfung müssen zum Teil Gruppen zusammenarbeiten, mal gibt es Einzelaufgaben. Einige Designschulen verlangen Zeichnungen nach Modellen und auch aus dem Gedächtnis, andere schicken die Prüflinge mit der Kamera auf Motivsuche oder lassen Collagen aus mitgebrachten Magazinen erstellen.

Eine Erfahrung teilen viele Bewerber, die in diesem Buch zu Wort kommen: sie haben sich mehrfach bewerben müssen, um an einen der begehrten Plätze zu kommen. Der Erfolg beim ersten Versuch scheint eher die Ausnahme zu sein. Wer es an einer Hochschule nicht geschafft hat, kann also an einer anderen oder zu einem späteren Zeitpunkt durchaus Erfolg haben.

Am Ende des Buches sind Kontaktadressen deutscher und internationaler Designschulen und eine kurze Beschreibung der jeweiligen Aufnahmeverfahren aufgelistet. Auf der Internetseite findet man außerdem eine Linkliste zu deutschen staatlichen und privaten Schulen. Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden. Interessant auf der Internetseite ist auch das Forum, in dem sich Studieninteressierte austauschen können, an dem sich neben Studenten auch Dozenten beteiligen.

Der redaktionelle Teil von "Mythos Eignungsprüfung" vermittelt Bewerbern schon vorher einen Überblick über Prüfungssituationen, Anforderungen und Niveau der Mitbewerber und kann sie darauf vorbereiten, was sie erwartet. Aber auch interessierte Leser, die sich nicht an einer Designschule bewerben wollen, können in diesem Buch Inspiration finden. "Mythos Eignungsprüfung" zeigt, auf wie hohem Niveau schon die Bewerbungen für Designschulen sind. Weil die Bewerber beschreiben, wie sie sich dem vorgegebenen Thema genähert haben und aus welchen Ideen und Überlegungen ihre Werke entstanden sind, wird auch der Weg vom Thema über die Ideen dazu bis zur Umsetzung dokumentiert.

Das 228-seitige DIN-A4 große Taschenbuch "Mythos Eignungsprüfung" von Uli Böckmann und Volker Pecher ist im Verlag Klartext erschienen und hat die ISBN-Nummer 3-89861-152-3. Es ist für Euro 38,00 über die Internetseite www.mythos-mappe.de zu bestellen und im Buchhandel erhältlich.

Campus-web.de / Alexandra Binder / 09.07.2003

Rezension zu Mythos Mappe portalkunstgeschichte.de / Anna Steins-Zika

Studiengänge im Bereich der Gestaltung (Industriedesign, Graphik-Design, Visuelle Kommunikation etc.) erfreuen sich derzeit außerordentlicher Beliebtheit. Um aus der Vielzahl der Bewerber um einen Studienplatz die ,,Richtigen'' herausfischen zu können, wurde an den meisten Schulen ein Aufnahmeverfahren entwickeln, dessen erste Hürde in der Begutachtung einer Mappe mit gestalterisch-künstlerischen Arbeitsproben besteht. Wer aufgrund seiner Mappe in die engere Auswahl gelangt, hat weitere Aufgaben und Prüfungen über sich ergehen zu lassen. Die Mappe stellt also das entscheidende Sprungbrett zum Ausbildungsplatz und gilt somit mittlerweile als berühmt-berüchtigtes Selektionsmittel. Diesem ,,Mythos Mappe'' haben nun Volker Pecher und Uli Böckmann eine gleichnamige Publikation gewidmet, in der insgesamt 50 Design-Studierende verschiedener bundesdeutscher Hochschulen und unterschiedlicher Disziplinen ihre Arbeitsproben präsentieren, mit denen sie Einlaß in den Olymp angehender Gestalter gefunden haben.

Im einführenden Textteil formulieren ProfessorInnen ihre Erwartungen und Anforderungen an die Mappen der Studienbewerber. Der Plakatpapst und vielfach dekorierte Büchermacher Uwe Loesch (Uni Wuppertal) empfiehlt die möglichst häufige Nutzung von regionalen und überregionalen Kulturangeboten, um Horizonte zu erweitern - was sich wie eine Selbstverständlichkeit anhört, ist im Alltag von Design-Studierenden nämlich keineswegs verankert! Zwar sei eine überdurchschnittliche Begabung für ein künstlerisch-gestalterische Studium erforderlich, doch hänge Kreativität auch von der Kulturerfahrung ab.
Michael Erlhoff (Uni Köln) warnt davor, das Studium auf die leichte Schulter zu nehmen. Wer sich schon für befähigt hält, weil er als Kind gerne gemalt und gezeichnet hat, wird zweifellos an der Komplexität der Ausbildung und der Anforderungen im späteren Arbeitsalltag scheitern. Eine solche Fehleinschätzung hält auch Claudius Lazzeroni (Uni GH Essen) für eine große Gefahr - neben der visuellen und akustischen ,,Vermüllung'' der Alltagsumgebungen, die er im Interview schildert.

Die zumeist völlige Unkenntnis in Sachen Typographie beklagt Gerd Fleischmann (FH Bielefeld). Er vermisst bei heutigen Studierwilligen auch ein ausgeprägtes Sprachbewusstsein, das jedoch für die Konstituierung von Wahrnehmung unerlässlich sei.

Klaus Hesse (HfG Offenbach) analysiert exemplarisch eine Mappe, die bei der ersten Bewerbung ausgesondert wurde. Als kritikwürdig erschien ihm besonders das akademische Sortiment abgezählter Arbeiten - häufig genug ein Ergebnis von semi-professionellen Vorbereitungskursen, die eine allzu systematische Gestaltung und Präsentation nahe legen.

Inzwischen etablierte Designer, aber auch angenommene Studienplatzbewerber und solche, die es (bisher vergeblich) werden wollten, berichten von ihren Erfahrungen mit dem Erstellen einer Mappe. Viele haben einen Mappenkurs besucht, wie er in Volkshochschulen oder privaten Instituten angeboten wird; die meisten hielten eine Beratung, zu der man sich an jeder Hochschule anmelden kann, für sehr förderlich.

Die Subjektivität der Bewertung eingereichter Mappen durch eine Prüfungskommission wird offensichtlich, wenn ein- und dieselbe Mappe an der einen Hochschule abgewiesen und an einer anderen angenommen wird, oder sogar am gleichen Ausbildungsort einmal erfolglos und später doch noch erfolgreich das Verfahren durchläuft. Dies sollte zumindest Mut machen, eine Absage nicht als Urteilsspruch ewiger Verdammnis aufzufassen, sondern es getrost wieder und wieder zu probieren.

Die Präsentation der studentischen Arbeitsproben im Bild-Teil ist alphabetisch nach Namen geordnet - leider nicht nach Schulen, was einen unmittelbareren Vergleich der erwartbaren Standards und Schwerpunkte ermöglicht hätte. Immerhin veröffentlichen die meisten der Studierenden ihre E-mail-Adresse, so dass Interessenten direkt mit ihnen Kontakt aufnehmen können.

Aus der Vielfalt von Statements entsteht eine beachtliche Sammlung von Ratschlägen und Warnungen. Ein Patentrezept ist leider nicht dabei: denn gerade mit der Verschiedenheit der Stellungnahmen und Bekenntnisse geben die Herausgeber ehrlicherweise zu bedenken, dass auch ihr Buch kein Weiser für den richtigen Weg zur Aufnahmeprüfung sein kann.

In jedem Fall ist es ein löblicher erster Versuch, eine seit langem bestehender Lücke zu schließen und den Mythos Mappe zu enträtseln. Eine zweite Ausgabe soll bald erscheinen, in der Anregungen, Fragen und Wünsche berücksichtigt werden sollen.

Die Herausgeber erbitten ein Feedback unter: www.mythos-mappe.de

portalkunstgeschichte.de / Anna Steins-Zika

jedes jahr aufs neue... designbooks.net / jens franke

Jedes jahr aufs neue entbrennt ein heisser kampf um die begehrten studienplätze im fachbereich design an den mehr als 80 universitäten und hochschulen in deutschland. viele wollen, doch nur wenig schaffen es, dass ihre mappe angenommen wird - die frage der anwärter ist dann immer die selbe: warum wird meine mappe nicht angenommen und genau an dieser stelle setzt das „buch mythos mappe“ ein.

die autoren pecher & böckmann gliederten das buch in zwei teile - im ersten teil geben sie verschiedenen professoren und studenten die möglichkeit, ihre statements zum mythos mappe darzulegen.

in interviews bzw. kolumnen werden dem leser ratschläge & hilfestellungen zur mappenvorbereitung und zu den missverständnissen beim inhalt der mappe aufgezeigt.

nach den ungefähr 30 seiten input beginnt der zweite teil des buches, auf den klar der schwerpunkt ausgerichtet ist. auf knapp 200 seiten sind rund 50 erfolgreich angenommene mappen von designstudenten abgedruckt.

viele bilder der arbeiten und ein knapper steckbrief der einzelnen studenten stellen das gerüst für die mappenschau dar.

wer sich allerdings genauere informationen über die gedanken für die mappeninhalte und über die verwendeten techniken erhofft hat, wird leider enttäuscht. man hat aber immer noch die möglichkeit, die studenten direkt per e-mail zu kontaktieren.

zu den arbeiten lässt sich sagen, dass viele handwerkliche arbeiten gezeigt werden und somit wenige arbeiten in diesem band zu finden sind, die rein am computer entstanden sind.

für den nachfolgeband wünsche ich mir eine beiliegende dvd mit erfolgreich angenommenem motiongraphics-material und ein paar mehr hintergrundinfos zu den arbeiten.

fazit:
im großen und ganzen ist das erste buch der reihe "mythos mappe" eine sehr gute orientierungshilfe für die schar an designstudienplatzanwärtern.
es ist aber genauso auch für leute interessant, die nicht studieren, denn teilweise blitzen bei den arbeiten sehr geniale ideen und vor allem unverbrauchte sichtweisen auf, die gute inspirationsquellen für eigene projekte sein können.

also kauft euch das buch und räumt für euch mit den sagenumworbenen mythos mappe auf!

4,5/5 sternen

designbooks.net / jens franke

Eine geniale Idee ... upuauet.com

Eine geniale Idee auf die viele Bewerber für ein Designstudium schon lange warten: Wie sehen eigentlich die Mappen aus, mit denen sich Jahr für Jahr Tausende an deutschen Hochschulen bewerben? In »Mythos Mappe« wird jedem Interessierten visuell vermittelt wie eine Mappe aussieht, mit der man sich erfolgreich bewerben kann.

Doch Vorsicht ist geboten:
Das Buch zeigt erfolgreiche Bewerbungen, jedoch sind sicherlich auch Bewerber mit schlechteren Mappen gute Studenten geworden.

Ich kann schwer einschätzen für wie viele das Buch eine Hilfe sein wird und wie viele nach 200 Seiten frustriert das Handtuch werfen werden. Es empfiehlt sich auf jeden Fall auch den redaktionellen Teil mit Beiträgen von Professoren und Designern zu lesen. Doch wie man am Ende von A bis Z eine »wasserdichte« Mappe bastelt bleibt am Ende wieder jedem selbst überlassen.

Inhalt: -----
Gestaltung: -----
Preis/Leistung: -----

upuauet.com

Dieses Wort Mappe... books.spatium-newsletter.de

Dieses Wort Mappe geistert durch sämtliche Gestaltungsforen und Artikel zum Thema Design Studium. Dieses Buch will nun mit der Vorstellung von 50 erfolgreichen Mappen aus den Studiengängen Design, Grafikdesign, Fotodesign, Produktdesign, Industriedesign, Modedesign, Textildesign, Kommunikationsdesign, Visuelle Kommunikation, Raum- und Objektdesign sowie Textil- und Flächendesign diesen Mythos ein wenig lüften.

Wenn man sich die Mappen anschaut, wird sehr schnell klar, dass es nicht genügt ein oder zwei Stilleben mit Kreide sowie die Website für den Tennisverein zusammenzustellen. Welche Kriterien Professoren wie Uwe Loesch, Klaus Hesse oder Claudius Lazzeroni an eine gute Mappe legen, welche Erfahrungen Student/innen mit ihren Mappen und Mappenvorbereitungskursen gemacht haben werden vorab vorgestellt.

Zu recht kritisiert Gerd Fleischmann in einer Mail, die tyografischen Fehlgriffe beim Plakat, das der Verlag an den Hochschulen aufhängen ließ, um Student/innen über das Projekt zu informieren und sie zu bitten ihre Mappen zum Abdruck einzureichen. Doch auch Hut ab vor dem Verlag, der dieses kritische Statement auch in dem Buch abdruckte und die Kritik nicht unter den Teppich kehrte. Vor allem das Interview mit Claudius Lazzeroni ist sehr unterhaltsam.

Für alle, die mit dem Gedanken spielen sich an einer Fachhochschule für Gestaltung zu bewerben sollten sich dieses Buch zu Gemüte führen, nicht zum abkupfern, sondern zur kritischen Eigenüberprüfung, ob die eigene Mappe, die Arbeitsproben und die Gesamtidee den doch recht hohen Anforderungen gerecht werden. Auch wenn dieses Buch in erster Linie zu Bewerbungsmappen für ein Design-Studium konzipiert ist, so können doch auch Gestalter/innen hieraus Inspiration und Hinweise finden wie sie ihre Bewerbungsmappen für Praktika, Ausbildungsplätze oder Jobs gestalten können.

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Lieber den Eierbecher samt Frühstücksei ... allegra.de

Kunst-Stück

Lieber den Eierbecher samt Frühstücksei im Gegenlicht fotografiert oder die hübsche Portraitzeichnung von Großtante zu ihrem achtzigsten Geburtstag? Und wenn beides, wie bringe ich es auf einen Nenner? Diese Fragen können angehenden Designstudenten beim Zusammenstellen ihrer künstlerischen Bewerbungsmappe schlaflose Nächte bereiten. Die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht. Jetzt gibt es virtuelle Hilfe, denn hinter "Mythos Mappe" steckt nicht nur ein gleichnamiges Buch, in dem 50 Designstudenten diejenigen Werke ihrer Mappe präsentieren, die ihnen den Weg ebneten. Auf der Website, initiiert durch die Klartext Verlagsgesellschaft, findet sich insbesondere ein Forum, in dem heftig diskutiert und beratschlagt wird, hilfreiche Tipps und Aufmunterung für die Niedergeschlagenen inklusive. Der Tonfall ist dabei erstaunlich freundlich und wenig konkurrenzangstgetrübt. Einige der erfolgreichen Kunstwerke können auf der Seite bewundert werden. Wer mehr sehen will – Bestellungen für das Buch zum Preis von 38 Euro werden ebenfalls gern online entgegengenommen.

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Mythos Mappe" ist eine umfangreiche Hilfestellung... r9005.de

Mythos Mappe ist eine umfangreiche Hilfestellung für alle, die mit dem Gedanken spielen sich für einen Design-Studiengang zu bewerben. Der Konkurrenzkampf unter den zahlreichen Bewerbern an deutschen Universitäten und Hochschulen wird von Jahr zu Jahr härter. Maximal nur jeder zehnte Bewerber bekommt die Chance auf einen der begehrten Studienplätze. Die Autoren Pecher und Böckmann zeigen anhand von vielen Erfahrungsberichten von Studenten, Stellungnahmen diverser Professoren und insgesamt 50 anschaulichen und erfolgreichen Mappen, dass es mehr Bedarf als nur ein paar Zeichnungen aus dem Kunstunterricht. Das Buch ist eine umfassende Informationsquelle für die Vorbereitung auf eine Bewerbung. Mit dem Missverständnis Mappe wird gnadenlos aufgeräumt. Ein unverzichtbares Werk für alle, die Design studieren wollen. Einziges Manko: die meisten Beispiele teilnehmender Studenten und Professoren kommen aus dem Ruhrgebiet.

Mythos Eignungsprüfung
Das Buch zeigt Aufgaben und Lösungen, dokumentiert Hausaufgaben und gibt Hinweise für das richtige Verhalten in Prüfungssituationen und persönlichen Bewerbungsgesprächen. Renommierte Dozenten und Designer liefern wertvolle Infos zum Thema.

Dieses Buch dient nicht nur seinem Ziel den Mythos zu lüften, den Schrecken zu entkräften und Bewerber zu ermutigen, sondern macht auch Lust darauf sich mit fremden Arbeiten auseinanderzusetzen und die eigenen voranzutreiben. Dabei gerät die Mappe und die Prüfung fast ein wenig in Vergessenheit und die Arbeiten in den Vordergrund. Die durch das Buch forcierte Gelassenheit kann dem Weg eines jeden Bewerbers nur nützlich sein. Aber auch für alle anderen die Zeichnen, Malen oder Fotografieren bringt diese Arbeitssammlung Spaß.

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